EVS soll noch klimaschonender operieren

Stellungnahme zum SR-Artikel „Sechs Millionen Euro für Wärmeversorgung“ (SR 30.09.2019)

Es ist sicherlich gut, Millionen für eine „nachhaltige und umweltschonende Wärmeversorgung“ zu investieren. Aber solange ein BHKW mit fossilem Brennstoff und nicht mit grünem Brennstoff wie z.B. Biogas oder Wasserstoff betrieben wird, kann von nachhaltig und umweltschonend kaum die Rede sein. 

Sicherlich ist ein mit Erdgas betriebenes BHKW umweltschonender als ein Steinkohlekraftwerk, welches seine Abwärme in ein Fernwärmenetz einspeist. 

Wenn es jedoch darum geht , den CO2-Ausstoß zu reduzieren, stehen uns hier in Nordfriesland andere Möglichkeiten zur Verfügung. Denn ein BHKW erzeugt aus dem Erdgas auch Strom, der jedoch hier in NF als regenerativ erzeugter Strom im Überfluss zur Verfügung steht. Eine bessere Alternative bezüglich der Klimabilanz ist der Einkauf von grünem Strom plus Heizwassererzeugung über einen Brennwertkessel, der zudem später leicht auf eine Nutzung von  Wasserstoff oder Biogas umgerüstet werden kann. So eine Lösung ist bei den Investitionen nicht teurer.
Am 20. September sind auf Sylt 1100 Bürgerinnen und Bürger für die Bewahrung unseres Planeten und damit auch für die Energiewende auf die Straße gegangen. Auf die Straße gegangen für eine Energiewende weg von der Verbrennung fossiler Energieträger.

Die EVS ist mehrheitlich in kommunaler Hand. Wir fordern die Gemeinden auf, mit der EVS über  Konzepte zur klimaschonenden Energieerzeugung ins Gespräch zu gehen. 

Rolf Bünte
Vorstand
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Ortsverband Insel Sylt

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