Grüne sind entsetzt wegen Geldverschwendung durch CDU-Rathausbau-Veto

„Wir sind entsetzt und enttäuscht“ sagt Maria Andresen, Fraktionssprecherin der Grünen. „Die Mehrheit aus CDU, “Die Insulaner”, “Zukunft” und “SSW” verpulvern mit ihrem plötzlichen Veto gegen einen Rathaus-Neubau die Zeit und Arbeitskraft zahlreicher Beteiligter und das Geld der Sylter SteuerzahlerInnen.“

Maria Andresen

Die jahrelange Planungsarbeit zur Verwaltungszentralisierung hat bereits 300 TSD Euro Kosten für Architektenentwürfe verschlungen, von den X- tausend Planungsstunden der Verwaltung und der Ausschussmitglieder aus allen Parteien gar nicht zu reden. 

„Nun ist das alles Makulatur und wir stehen wieder am Nullpunkt. Dabei war alles auf gutem Wege und im Ausschuss abgestimmt. Es ist unverständlich, dass die CDU mit ihren Mehrheitsbeschaffern nun in letzter Minute die Reißleine zieht.“ ergänzt  Katrin Krahmer,  Ratsfrau der Grünen aus dem betreffenden Ausschuss.

„Seit mindestens 2005 wird an einer Zusammenführung der Inselverwaltung gearbeitet, parteiübergreifend und oftmals einstimmig.

Katrin Krahmer

Für das bitter notwendige Projekt sind im Haushaltsplan 2019 bereits fast acht Millionen Euro über die Jahre angespart worden. Das Geld ist also da! Über die eigentlichen Gründe des Vetos kann also nur spekuliert werden.“ meinen beide unisono.

Die Grünen plädieren weiter für ein modernes Rathaus in dem Umfang, den die Sieger des Architektenwettbewerbes vorschlagen:

Ein modernes, barrierefreies und stadtzentrales Bürgerzentrum mit Dienstleistungen verschiedenster Art wie z.B. Computerplätzen, Kopierern, Café, Bücherei und Archiv für die Öffentlichkeit.

Vor allem aber mit zeitgemäßen Arbeitsplätzen für das Verwaltungpersonal, das bereits seit Jahren unter Behelfsbedingungen in der ehemaligen Standortverwaltung nahe des Flugplatzes arbeitet.

„Ein Festhalten an der Spielbank, in der inzwischen ca. dreissig Daddelautomaten stehen, halten wir für nicht mehr zeitgemäss.“ sagen die beiden Ratsfrauen und ergänzen: „ In diesem Zusammenhang  müssen die Einnahmen, die für die Gemeindekasse durch die Spielbank generiert werden ganz klar den Ausgaben gegenübergestellt werden, die für die Anmietung von Ersatzräumlichkeiten anfallen, wenn die Spielbank-Räume nicht für die Verwaltung genutzt werden können.“

Diese Diskussion und die letztendliche Entscheidung ist in der Gemeindevertretung zu führen und nicht in einem baubegleitenden Ausschuß zu verhandeln.

Lothar Koch

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